Australien

Nach 35 Stunden Anreise endlich bei den Antipoden in Sydney angekommen. Hier treffen wir die Hamburger von FF Hamburg im Hotel. Kurzes Kennenlernen, am nächsten Tag geht es weiter nach Newcastle.

Herzliche Begrüßung mit Umarmung, menschenscheu sind sie hier nicht. Zu Hause sind wir erstmal überrascht, wie großzügig man hier wohnt. Große Häuser mit mindestens zwei Bädern sind die Regel. Alles ist effektiv organisiert, das Welcome, der Spieleabend mit Quiz, das Farewell mit Liedern und Mitmachspielen. Locker und lustig. Was machten sie mit uns? Natur, Natur, Natur! Viel wird uns gezeigt. Gift abzapfen bei Schlangen, Kängurus frei im Park hüpfend, vorwitzige Emus, die Chips stehlen. Spazieren durch Regenwaldgebiete, das Anliegen, die ursprüngliche Vegetation zu erhalten, der Banksiabaum als Emblem des Staates. Aber auch tolle Museen und Galerien mit Kunst der “First Nation”. 

Die Küste ist unendlich lang mit Stränden. Kein Wunder, dass hier so viel draußen gelebt wird. Das Angeln wird hier allenthalben betrieben, und was für große Fische aus dem Wasser gezogen werden!!! 

Die Erinnerung an den “Great War” ist sehr präsent, denn im 1. Weltkrieg fanden viele Australier und Neuseeländer den Tod oder wurden verwundet. Die Briten als Kolonialmacht verpflichteten sie. Am 26. April, zum Anzac Day, der verlustreichen Schlacht in Gallipoli, finden auf beiden Kontinenten Gedenkfeiern statt mit Reden, Kranzniederlegungen, Schüler lesen Gedichte oder zitieren die Bibel. Veteranen verschiedener Kriege in Asien sind dabei und verlesen Gedenken an die Kameraden. Es ist sehr bewegend.

Also auf, auf nach dem Aufenthalt bei unseren wunderbaren Gastgebern in New Castle! Wir fliegen mal eben die 800 km nach Brisbane. Mit Glück und Können gelangen wir in unser zentral gelegenes Hotel. Gelegenheit also, die Stadt zu Fuß zu erkunden. Das Zentrum mit seinen Malls, der Fluss mit den City Cats (Fähren) und den malerischen Brücken, von denen einige reine Fußgängerbrücken sind, ist einfach wunderbar zum Schlendern. Leider ist das Wetter sehr wechselhaft, Sonne und Regenschauer wechseln sich ab. Es ist eben Herbst!
 
Eine Wanderung zum Mt. Coot-tha führt uns mehr als eine Stunde auf einsamen Pfad nach oben zur Aussicht auf die Skyline Brisbanes – oder auch nicht. 😟 Es regnet in Strömen und wir sehen NICHTS! Schade, aber ein Erlebnis war es schon mit Wegfindung, einer botanischen Führung im botanischen Garten, weißen Kakadus am Wegrand. Die anderen machen eine Flussfahrt und besuchen die Koalaaufzuchtstation. Sie sind sehr angetan. 
 
Aufbruch zu unseren Gastgebern der Sunshine Coast. Die herzliche Begrüßung dort mit Picknick und allerlei Geschenken beschämt uns fast.
 
Die nächsten Tage besichtigen wir u. a. einen privaten Park, der spezialisiert ist auf die endemisch vorkommenden Pflanzen, diese züchtet und sich Nachhaltigkeit zum Ziel gesetzt hat. Es ist eine wohlhabende und aufgeräumte Welt mit Parks und Picknickplätzen allenthalben. Überall stehen öffentliche Grills und Sitzgruppen zur Verfügung, sauber und gepflegt. Man lebt draußen, macht Barbecues, Strandspiele, surft, joggt oder freut sich des Lebens bei 300 Sonnentagen im Jahr. Bevölkert ist diese Welt von freundlichen, hilfsbereiten und engagierten Menschen. Wir verleben tolle Tage in großzügigen Häusern, backen Kekse, werden künstlerisch kreativ oder sportlich beim Kayak paddeln je nach Vorliebe. 
Der Abschied  nach einer Woche ist nicht leicht, wir werden sie in bester Erinnerung behalten. Es ist ein vielschichtiger Aufenthalt und bringt uns den Australiern auf vielfältige Weise näher.